Confidence-based Marking

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Beschreibung

Beim Confidence-based Marking wird neben der Antwort auf eine gestellte Aufgabe auch das Zutrauen des Prüflings in die eigene Antwort abgefragt[1]. Dies erfolgt z.B. auf einer Skala, die von "unsicher/geraten" bis "sehr sicher" reicht. Auf diese Weise lässt sich auf das Verhältnis von Wissenslücken zu Fehlern im Lernprozess schließen. Denn eine falsche Antwort, die mehr oder weniger geraten wurde, hat eine andere Qualität, als wenn ein Prüfling von ihrer Korrektheit überzeugt ist. Während im ersten Fall der korrekte Sachverhalt noch nicht erlernt wurde, hat der Prüfling im zweiten Fall etwas Falsches gelernt - was auf Probleme im Lernprozess schließen lässt, der daraufhin zu analysieren und ggf. anzupassen ist.

Ziele

  • Identifikation der Sicherheit des eigenen Wissens
  • Analyse der Risikobereitschaft der Lernenden

Organisation

Die Erfassung erfolgt über eine Likert-Skala von "geraten" bis "sehr sicher". Es gibt zudem die Idee, weniger Punkte für geratene als für gewusste Antworten zu vergeben. Zudem ist ein Hebel vorstellbar: je sicherer sich Prüflinge sind, umso mehr Punkte können sie pro richtiger Antwort erhalten.

Recht

Technik

Beispiele

Bewertung

Vorteile

  • Lehrende können besser erkennen, welche Antworten nur geraten und welche gewusst wurden
  • Identifikation von Problemen im Lernprozess

Nachteile

  • Zusätzlicher Beantwortungsaufwand
  • Granularität des eigenen Zutrauens nur schwer abschätzbar
  • Unklare Verwendung der Ergebnisse
  • Risikobereitschaft kann in Erwartung von Zusatzpunkten "künstlich" erhöht werden
  • Bei offenen Aufgaben nur bedingt einsetzbar

Kombination mit weiteren Szenarien

  • Als Erweiterung für Multiple-Choice-Tests denkbar
  • Bietet sich eher bei Wissenstests an

Literatur

  1. A.R. Gardner-Medwin, M. Gahan: Formative and Summative Confidence-Based Assessment, in: Proceedings of the 7th CAA Conference, S. 147-155, Loughborough University, Loughborough, 2003, Download als PDF (Abgerufen am 15.07.2010)
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